Hörbuchempfehlungen

Die Lebenden und die Toten

Die Lebenden und die Toten. Ein Taunuskrimi. Geschrieben von Nele Neuhaus. Hörbuch gesprochen von Oliver Siebeck oder Julia Nachtmann.

 

März 2016

Nun höre ich das allererste Mal zweimal dasselbe Hörbuch? Warum?

Weil es auch von meiner Lieblingsstimme gelesen wird: Julia Nachtmann.

Ich habe kurz nach der Veröffentlichung das Hörbuch gehört, gesprochen von Oliver Siebeck. Aber ich kann mit der Stimme einfach nicht. Mir fehlt dieses gewisse Etwas.

Kürzlich schlenderte ich durch meine Lieblingsbuchhandlung: Oh, „Die Lebenden und die Toten“, gesprochen von JULIA NACHTMANN – 8 CD Version zu einem Superpreis! Nehme ich mit.

In meiner Audio-Bibliothek festgestellt: Oh, noch gar nicht vorhanden – prima.

Ich habe bisher alle Hörbücher von Nele Neuhaus mit Julia Nachtmann als Erzählstimme gehört, darum auch dieses Mal.

 

Es passieren schlimme Dinge in meiner „Geburtsregion“.

Die Idylle täuscht: Hinter jeder Ecke lauert der Tod.
Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff will gerade in die Flitterwochen fahren, als sie ein Anruf erreicht: In der Nähe von Eschborn wurde eine ältere Dame aus dem Hinterhalt erschossen.

Eigentlich will Pia nur kurzfristig einspringen, aber als die Ermittlungen nicht voran kommen und es zu einem zweiten Opfer kommt, eine weitere Frau erschossen, diesmal direkt durch das Küchenfenster, während ihre Enkelin den Mord mit ansehen musste.

War hier ein Scharfschütze am Werk?

Ändert sie ihre Meinung und cancelt die Flitterwochen? Denn die Frage bleibt: Warum mussten die beiden Frauen sterben?

Und damit nicht genug.

Dass es sich um das eigentlich hochsensible Thema Organspende dreht, erschließt sich erst, als das nächste Opfer nicht nur durch einen Kopfschuss, sondern mitten ins

„Spenderherz“ getroffen wird.

Und dann kommen Briefe in kleineren Polizeistationen an, geschrieben von einem, der sich „Der Richter“ nennt!
Nachdem ich glaubte, dass Nele Neuhaus mit „Böser Wolf“ schon einen ihrer besten Werke ablieferte, so toppt sie es mit „Die Lebenden und die Toten“ nochmals.

Sicherlich muss man Fan sein, oder am Tatort geboren und aufgewachsen, so wie ich, denn ich kenne viele Schauplätze, die auch in diesem Buch wieder vorkommen. Obwohl wenn ich nun fernab meiner Geburtsheimat lebe, fühle ich mich beim Hören sofort wieder Zuhause.

Jedes Mal steigt ein wohliges Heimatgefühl auf, und ich bin – Kopfkino – sofort mitten im Geschehen.

Die Auflösung des Falls fand ich schlüssig, ähnlich wie die Tätersuche. Für mich blieben keine Fragen offen, was mir bei einem Krimi (auch wenn er zu einer Reihe gehört) wichtig ist. Gegen Ende wurde mir der Fall allerdings schon ziemlich fies… dazu kommt, dass sich wieder menschliche Abgründe aufgetan haben. Diesmal waren sie zwar von einer anderen Sorte als in “Böser Wolf”, aber deshalb nicht minder erschreckend.

 

Wegen der Entwicklung der Protagonisten und weil an einigen Stellen Bezug auf andere Fälle genommen wird, empfiehlt es sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

 

Reihenfolge:

1. Eine unbeliebte Frau

2. Mordsfreunde

3. Tiefe Wunden

4. Schneewittchen muss sterben

5. Wer Wind sät

6. Böser Wolf

7. Die Lebenden und die Toten
Fazit: Für Fans von Nele Neuhaus ist es Pflicht dieses (Hör-)Buch gelesen/ gehört zu haben. Für Neueinsteiger ist es wichtig, die Buchreihe ab dem ersten Band zu beginnen, um Handlung und Personen zu verstehen.

Für Personen, die in dieser Region leben, ist es ganz klar ein „Heimspiel“.

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